August der Reisewagen – Im LKW nach Indien

„Vermutlich kommen wir im Mai von Marokko zurück nach Österreich“, spekulieren Peter Unfried und Sabine Buchta, „danach lockt uns eventuell Südamerika.“ Foto © August der Reisewagen, z.V.g.

Freiheit, Ungebundenheit und flexibles Verweilen an wunderbaren Plätzen – das sind die Vorteile der freien Fahrt mit „August dem Reisewagen“, einem Oldtimer-LKW, der Sabine und Peter aus Neulengbach bereits nach Afrika und Asien brachte. Zum Zeitpunkt unseres Interviews anlässlich ihres neuen Buches „Inder-Kinder-Kabelbinder: Im Oldtimer durch den Orient zum Himalaja“ weilten die Glücklichen gerade in Marokko.

City-Flyer: „Inder – Kinder – Kabelbinder“ heißt euer aktuelles Buch zur Asien-Reise 2011 bis 2013: Inder und Kinder ist mir klar, aber was streckt hinter dem Kabelbinder?

Sabine: Peters Vater hat im Wein- und Obstbau immer alles mit Draht und Schnur befestigt. Auch am Traktor und am Auto. Dies hat Peter beinahe in den Wahnsinn getrieben! Und jetzt ertappt er sich dabei, selbst alles schnell mit einem Kabelbinder zu befestigen. Ein super Professorium jagt das nächste.

C-F: Was ist das Schönste, das ihr euch von eurer eineinhalbjährigen Reise über den Orient bis nach Indien und Nepal mitgenommen habt?

Peter: So verschieden wir Menschen auch sein mögen, wir leben doch alle auf einem einzigen Planeten und haben die gleichen Bedürfnisse, Ängste, Sorgen und Träume – ganz egal, wo wir zuhause sind. Dass wir zum Glücklichsein nicht viel brauchen und dass Schenken wirklich Freude macht. Und wie bei all unseren Reisen stellten wir einmal mehr fest, dass immer jene Menschen, die am wenigsten besitzen, am großzügigsten, gastfreundlichsten und herzlichsten sind – z.B. Halbnomaden in Kaschmir oder Bauern im Iran. Von ihnen kann man auch sehr viel lernen.

C-F: Wie hat sich der Entstehungsprozess zu eurem aktuellen Buch gestaltet?

Sabine: Nachdem ich sehr gerne schreibe und unser erstes Afrika-Buch wirklich gut bei der Leserschaft angekommen ist, war für mich klar, dass ich auch über die Asien-Reise ein Buch schreibe. Wir haben so viel erlebt und es wäre schade gewesen, wenn wir all das für uns behalten hätten. Ich habe 35.000 Fotos durchgesehen, 575 Videos angesehen, 148 Tonaufnahmen angehört, meine Tagebücher studiert und Fakten recherchiert. Und wenn man glaubt, dass man endlich fertig ist, geht es noch einmal richtig los.

C-F: Wie hat euch das Reisen verändert?

Sabine: Wir sind gelassener und bescheidener geworden – und wir wissen sicherlich viele Dinge zu schätzen, die für andere Menschen „normal“ sind. Wir müssen nicht alles haben und schon gar nicht sofort. Wir verzichten gerne auf Dinge, ohne dass es uns schwerfällt, können uns an einfachen Dingen erfreuen. Und es ist uns sehr bewusst, wie gut es uns zuhause in Österreich geht.

Infos zu den Büchern und Vorträgen von Sabine & Peter findet ihr hier:
www.augustderreisewagen.com

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Seit April 2011 selbständig mit der PR und Marketing Agentur "Wild Publics" für Künstler und Kleinunternehmer. Beim City-Flyer seit April 2012, Chefredakteurin der Printausgabe.
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