Wüstes Donnergrollen aus der Peripherie

Blackening sind (v.l.n.r.) Sebastian Köck, Oliver Hayirli, Klaus Hoffegger und Wolfgang Hoffegger Foto: Wolfgang Wutzl, z.V.g.

Die nächste heimische Metal-Band stellt den Fuß in die Tür! Der Thrash-Vierer Blackening wird am 13. April sein Debut-Album „Mental Disorder“ im Frei.raum vorstellen. Unterstützt wird die Band von ihren ungarischen Kollegen von Cadaveres und den Wiener Bands Warptime und Dare To Disturb. Wir haben uns die Band genauer angesehen und wollen sie euch vorstellen.

Die Band Blackening existiert schon ein halbes Jahrzehnt, jedoch dauerte es eine ganze Weile, bis mit Sebastian Köck im Jahr 2015 der passende Bassist dazu stößt. Mit kompletter Bandbesetzung gehen die vier Musiker umso zielstrebiger ans Werk. Infiziert vom Thrash Metal Virus, den die Vorbilder Pantera, Metallica, Slayer und Co. in den 80ern in die Welt setzten, arbeiten Oliver Hayirli (voc., guit.), die Brüder Wolfgang (guit.) und Klaus (dr.) Hoffegger und oben genannter Sebastian hart, um ihren Vorbildern gerecht zu werden.
An diesem Punkt ist es gut zu wissen, was diesen Virus auslöst: verschmelze Hardcore Punk mit Heavy Metal, pfeffere schnelle, präzise Riffs über das Ganze und hast du einen veritablen Tumult vor der Bühne. Nichts Geringeres ist das Ansinnen von Blackening: „Schließlich wollen wir den typischen bad-ass look, den Metaler haben, auf der Bühne rüber bringen.“ Die City-Flyer stellte ein paar Fragen an die Bandmember von Blackening.

 

City-Flyer: Ihr spielt Trash Metal. Anhand eurer Vorbilder wie Pantera, Metallica und Slayer liegt es nahe, dass ihr die Musik mögt. Gibt es abseits der Musik noch andere Gründe, warum ihr euch von den vielen Metal-Genres gerade Trash Metal ausgesucht habt? Haben die Trash Metaller eine andere Einstellung zum Leben als – sagen wir mal – Death Metaller?

Klaus: Nein auf keinen Fall. Eigentlich sind alle Metaller extrem freundliche und sehr hilfsbereite Leute. Die einen fühlen sich von Death-Metal angezogen, die anderen mehr von Thrash-Metal. Ich zum Beispiel bin auch ein totaler Progressiv-Metal Fan, hab aber im Grunde das „Thrasher Blut“ in mir. Ich glaube das haben alle in der Band. Sonstige Gründe gibt es eigentlich nicht. Es verbindet uns eines und das ist die Musik.

C-F: Nachdem ihr 2015 eine vollständige Band hattet, ging es sehr rasch vom Proberaum auf die Bühne. Könnt ihr uns einige Meilensteine eurer bisherigen Bandgeschichte nennen?

Oliver: Definitiv das allererste Konzert im Freiraum und in der Szene Wien. Die Stimmung war sehr gut und es kamen auch viele Leute. Aber das persönliche Highlight wird noch kommen: 2018 am Urrock Festival in der Schweiz unter anderem mit Bands wie Exilia und Emil Bulls.

C-F: Ihr präsentiert am 13. April euer Ende 2017 fertig gestelltes Album-Debüt „Mental Disorder“ im Frei.raum. Wie war es im Studio und wer hat euch unterstützt? Habt ihr ein Label für die CD gefunden?

Klaus: Wir haben alles, außer unsere Single „Nightmare“ selbst produziert, da unser Gitarrist Wolfgang Tontechnik studiert. „Nightmare“ haben wir mit Mike Wolff, dem Gitarristen der Österreichischen Band Kontrust in seinem Wiener Studio produziert.

C-F: Wo seht ihr eure Stärken: als Perfektionisten im Studio, oder als „Rampensäue“ auf der Bühne?

Sebastian: Das kann man so nicht genau definieren. Wir wollen dem Hörer gute Musik liefern, egal ob auf der Bühne oder auf Tonträger. Natürlich versuchen wir den typischen bad-ass look, den Metaler haben, auf der Bühne rüber zu bringen. Aber auch die Aufnahmen sind uns sehr wichtig. Da kann es schon mal vorkommen dass eine Passage mehrere Male aufgenommen wird.

C-F: Was hat es mit dem Side-Project Chewbaccas Revenge von Wolfgang und Klaus auf sich? Wo fällt das musikalisch hin?

Wolfgang: Es war mehr oder weniger nur als Spaß gedacht auf professioneller Ebene, da die Songs nicht zu Blackening passten und wir sie trotzdem veröffentlichen wollten. Musikalisch fällt es eher in die Sparte Groove Metal.

Am 13. April wird dann das Debut-Album mit kräftiger Unterstützung von Cadaveres (HU), und den Wiener Kollegen von Warptime und Dare To Disturb im Frei.raum/ vorgestellt.
Der City-Flyer verlost 2×2 Karten für diese Veranstaltung.

Werner Harauer
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Werner Harauer

Magister Phil. (Publizistik, Kunstgeschichte), City-Flyer Gründer (1997) und Herausgeber. Im Brotberuf Öffentlichkeitsarbeiter, Journalist und Grafiker, Vinyljunkie seit der Punk und Disco-Ära. Workaholic auf der Suche nach dem perfekten Popsong.
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