Christian Lakatos – 20 Jahre Party im Sprint

Christian Lakatos. Foto fb, z.V.g.

Nachdem das Festivalgelände in Wiesen nicht mehr zur Verfügung steht und in der kurzen Zeitspanne auch kein neues gefunden werden konnte, gaben Christian Lakatos und Robert Stefan im Frühjahr das Aus für das „Nu Forms Festival“ bekannt. Das Drum&Bass Festival „Nu Forms“ markiert den bisherigen Höhepunkt der Veranstalterlaufbahn von Lakatos. Ein kurzer Blick auf seinen Werdegang mit Fokus auf St. Pölten.

Plötzlich ist er da! Der junge Lakatos inskribiert an der Fachhochschule St. Pölten, engagiert sich für das neu zu gründende Campus Radio und wird Vorstandsmitglied. Der erste Ausflug ins „Kulurmanagement“ ist es nicht. Bereits davor tat er sich als MC und Sprayer bei der Hip Hop Formation Controverse aus seiner Heimatgemeinde Pöchlarn hervor und veranstaltete 1999 das erste „Hausgemacht“, eine Party mit lokalen Acts in einer alten Fabrik ebendort. Auf der FH ruft der umtriebige Musikfreak die Radiosendung „Mixed Bizness playground UAF“ ins Leben. Der Name UAF (Urban Art Forms) wird in Zukunft noch eine wichtige Rolle spielen.

„Mixed Bizness“ will aber nicht nur Radiosendung, sondern auch DJ-Plattform sein, über die sich Gleichgesinnte vernetzen und promoten. Ab 2002 findet im damaligen „Jesters Club“ in Obergrafendorf regelmäßig der „Mixed Bizness Club“ statt, wo die Crew die Platten vor Publikum spielt, anstatt sie durch den Äther zu blasen. Das „Jesters“ ist auch Ausgangspunkt der Zusammenarbeit mit der „Disco Music Agentur“ von Clubbesitzer Norbert Bauer und Harry Jenner („Frequency“). Zwei Jahre später nimmt Meph, wie Christian Lakatos von seinen Freunden genannt wird, deren Angebot an, die Personalleitung für das „Nuke“ und das „Frequency“ zu übernehmen.

Inzwischen zieht Robert Stefan (siehe Interview) zu Lakatos, der die ehemalige „Charly Bar“ in der Bräuhausgasse und die darüber liegende Wohnung gemietet hat. Gemeinsam mit dem Kulturverein Kuhbus betreiben sie nun den „Klub Vorsicht“ im Keller und immer mehr Drum&Bass Partys.
Ermutigt durch die steigenden Besucherzahlen auf ihren Veranstaltungen gründen Meph und Rob die Künstler- und Veranstaltungsagentur Urban Art Forms (UAF).
2005 veranstalten Lakatos und Stefan schließlich ihr erstes UAF-Festival in Wiesen. Es folgen fünf Jahre am selben Venue, bis das Gelände für die inzwischen 45.000 Besucher zu klein wird. Während dieser Zeit ist das UAF mit seinen Visuals und der Musik einzigartig in Europa. Höchste Zeit für den Preis „Youngster of Arts“ der Stadt St. Pölten (2007). Danach folgt Venue um Venue (Arena Nova, Schwarzlsee und wieder Wiesen), doch keines will passen. Genervt überlässt Lakatos 2015 die Brand „UAF“ der Firma Barracuda und wendet sich einem neuen Projekt zu, welches 2016 erstmals mit dem reinen Bass-Festival „Nu Forms“ in Wiesen aufzeigt. 2017 schließlich bricht seine Partnerfirma Arcadia mit der Familie Bogner, die Wiesen verwaltet. Somit endet „Nu Forms“ als Nachfolge des „UAF“ ebenfalls an der Locationfrage.
Mittlerweile managt Lakatos äußerst erfolgreich die österreichischen Drum&Bass-Stars Camo & Krooked.

Werner Harauer
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Werner Harauer

Magister Phil. (Publizistik, Kunstgeschichte), City-Flyer Gründer (1997) und Herausgeber. Im Brotberuf Öffentlichkeitsarbeiter, Journalist und Grafiker, Vinyljunkie seit der Punk und Disco-Ära. Workaholic auf der Suche nach dem perfekten Popsong.
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