Sinikka Monte singt am St. Pöltner Höfefest

Sinikka Monte im Studio. Foto © Markus Raffeis - mrks.at. z.V.g.

„Alles ist möglich, wenn man hart dafür arbeitet und nicht aufgibt“, ist die junge Sängerin Sinikka Monte überzeugt. Soviel scheint klar: sie meint es ernst und will in die Fußstapfen von Ariana Grande und Co. treten. Im Sommer durfte Sinikka erstmals mit Stars in Los Angeles arbeiten, wir können die St. Pöltnerin live am Höfefest sehen.

Sinikka Monte checkt das Musik-Business in Los Angeles und wir checken sie am Höfefest.

Interview: Werner Harauer
Foto: Markus Raffeis

City-Flyer: Du hast den Joe Zawinul „Z“ Award gewonnen, durftest nach Los Angeles reisen und hast am Colle­ge of Music Summer Xperience teilgenommen. Was hast du dort gemacht?

Sinikka Monte: Die erste Woche beim summer Xperience in Pasadena hab ich an Workshops, Vocalcoaching und Studio Recordings teilgenommen. Die zweite Woche wohnte ich bei Tony Zawinul zuhause und wir haben an Workshops gearbeitet. Ich hatte auch Vocal Coaching bei Carol Tingle.

CF: Wer hat dich nach Los Angeles begleitet?

Sinikka: Ich bin ganz alleine hin geflogen, was sehr aufregend war.

CF: Hast du in Los Angeles viele Kontakte knüpfen können?

Sinikka: Ja! Ich habe beim LACM so viele liebe Menschen kennengelernt und vermisse sie sehr. Aber außer Kontakte knüpfen, habe ich eines gelernt: dass man als Musiker andere Musiker unterstützen sollte!

CF: Hat du einen Manager?

Sinikka: Ja meine Mutter ist derzeit meine Managerin. Ich nenne sie immer Momager, sie hasst es wenn man sie so nennt (lacht). Aber sie ist die beste und arbeitet sehr viel für mich.

CF: Wo kann ich die Debüt-Single „It ain’t you“ hören?

Sinikka: Zur Zeit ist sie noch nicht auf Streaming-Plattformen verfügbar aber auf Instagram @sinikkamonte kann man ein Sample hören. Veröffentlichung ist für September geplant, weil ich noch ein Musikvideo drehen möchte.

CF: Hat schon eine Plattenfirma angeklopft?

Sinikka: Eine kleine Plattenfirma wurde mir bereits angeboten.

CF: Du führst im September Gespräche mit Musikmanagern wegen einem Plattenvertrag. Was soll im besten Falle rauskommen?

Sinikka: Derweil managed mich meine Mutter und ich bin damit zufrieden.
Ich finde, dass es heutzutage möglich ist, auch als Independent Artist weit zu kommen. Es gibt viele kleine Plattenfirmen, die mit Indies arbeiten und ein Vertrag ist schon in Sicht. Projekte mit anderen Künstlern sind bereits geplant. Im besten Falle möchte ich eine lange Karriere als Musiker haben!

CF: Ist auch ein Album geplant?

Sinikka: Ja! Momentan arbeite ich mit David Piribauer daran.

CF: Was sagen deine SchulkameradInnen zu deinen Ambitionen?

Sinikka: Ich glaube meine jetzigen SchulkamerdanInnen wissen nicht, dass ich singe oder dass ich damit eine Karriere starten möchte. Aber als ich im Gym Josefstraße in St. Pölten war, habe ich immer und überall gesungen. Da war es jedem klar, dass ich das machen möchte. Ein paar unterstützen mich noch heute sehr!

CF: In welche Schule gehst du jetzt?

Sinikka: Ich mache zur Zeit die Externisten-Matura in Wien.

CF: Du hast bei Eva Wannerer Gesangsunterricht genommen. Was lernt man da?

Sinikka: Beim Vocal coaching lernt man die Stimme zu kontrollieren und gesund anzuwenden. Auch lernt man Atmungs- und Performancetechniken.

CF: Welche Rolle spielten Alfred Kellner, der Direktor der Musikschule St. Pölten, und Albert O. Mair bei deinem Werdegang?

Sinikka: Die Musikschule samt Alfred Kellner und Albert O Mair haben mich immer sehr unterstützt und dafür bin ich sehr dankbar!

CF: Ich bin bei der Internetrecherche auf Fotos von dir gestoßen, die auf einer Seite einer Modelagentur zu sehen waren. Hast du vor, auch hier Fuß zu fassen?

Sinikka: Früher war ich sehr interessiert zu modeln und habe mich auch bei ein paar Modelagenturen beworben. Jedoch wurde ich abgelehnt. Aber wenn ich jemals die Chance bekommen würde zu modeln, wäre ich dazu bereit. Vor allem weil sich die Model-Industrie so positiv geändert hat.

CF: Du bist in Schottland geboren. Was führte dich nach Österreich?

Sinikka: Nach Schottland zogen wir nach Manchester und waren dort für neun Monate. Mein Vater hatte dann ein Jobangebot aus St. Pölten und so sind wir hierher übersiedelt.

CF: Du hast Ballettunterricht genommen. Bei wem? Tanzt du noch?

Sinikka: Ich habe bei Frau Susanna Aljana Papez für ca. 6 Jahre getanzt und habe danach für etwa zwei Jahre eine Pause gemacht. Ich tanzte dann noch zwei Jahre beim Europaballett in St. Pölten-Wagram. Ich würde wieder gerne tanzen aber nicht Ballett.

CF: Wie kommt man mit 12 Jahren auf die Idee, Songs zu schreiben? Haben dich deine Eltern dazu ermutigt?

Sinikka: Ich habe schon immer gerne gesungen und dadurch hab ich einfach angefangen Klavier zu spielen. Eines Tages habe ich einen Song geschrieben und danach wusste ich einfach, dass ich das machen will. Für immer. Meine Eltern unterstützen mich immer.

CF: Sind deine Eltern selbst künstlerisch tätig?

Sinikka: Mein Vater arbeitet als Ingenieur und meine Mutter unterrichtet Sprachen.

CF: Kann man mit 17 authentisch über das Leben singen? Manche Erfahrungen hast du noch nicht machen müssen.

Sinikka: Trotz meines jungen Alters habe ich bereits die Erfahrung einer toxischen Beziehung gemacht.
In meiner Musik steckt soviel Leidenschaft und ich hoffe damit die vielen Menschen zu erreichen, die wie ich auch Mobbing, Liebeskummer und Selbstzweifel erfahren oder erfahren haben. Der verbundene Schmerz, den ich bereits erleiden musste, ist in meine Lieder eingeflossen und hat mir geholfen, mich wieder aufzurichten. Ich möchte auch anderen Menschen, die vielleicht Ähnliches durchleben eine Hilfestellung sein. Ich singe nur über meine eigenen Erfahrungen und Gefühlen damit meine Musik authentisch klingt.

CF: Wie stark sind die Mitbewerberinnen in Österreich?

Sinikka: Ich sehe andere Musikerinnen nicht als Konkurrenz. Wenn man andere Musiker unterstützt und mit ihnen zusammenarbeitet, kann man soviel mehr erreichen als wenn man neidisch auf­einander ist.

CF: Gut leben kann man in der Musikbranche nur, wenn man international erfolgreich ist. Bestehen da Chancen für eine Österreicherin?

Sinikka: Ich glaube daran, dass alles möglich ist wenn man hart dafür arbeitet und nicht aufgibt. Und vor allem sich nicht runtermachen lässt, wenn Leute nicht an dich glauben. Das Einzige was zählt ist dass man an sich selber glaubt!

CF: Kannst du dir vorstellen, auch ins Ausland zu gehen?

Sinikka: Ja! Total! Ich will unbedingt mal nach LA ziehen und dort möglicherweise meine Karriere erweitern. Es ist auf jeden Fall mein Traum!

CF: Wer sind deine Vorbilder?

Sinikka: Ariana Grande ist mein größtes Vorbild ich hab so viel von ihr gelernt und ich liebe sie sehr!
Ich liebe auch Anne Marie , Rudimental und Social House.

CF: Hast du schon mal überlegt, in einer Band zu singen?

Sinikka: Ja! Ich suche derzeit auch eine Band damit ich mehr Gigs machen kann.

Sinikka Monte ist live am 28. September am St. Pöltner Höfefest zu sehen.
Uhrzeit und Ort werden demnächst bekannt gegeben.

www.sinikkamonte.com
instagram.com/sinikkamonte/

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Werner Harauer

Magister Phil. (Publizistik, Kunstgeschichte), City-Flyer Gründer (1997) und Herausgeber. Im Brotberuf Öffentlichkeitsarbeiter, Journalist und Grafiker, Vinyljunkie seit der Punk und Disco-Ära. Workaholic auf der Suche nach dem perfekten Popsong.
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