Toast The Kitten – Mit Energie und Leidenschaft

v.l.n.r.: Andreas Özelt (dr.), Markus Pranz (voc., git.) und Roman Koberwein (git., voc.) von Toast The Kitten. Nicht im Bild Simon Thut (bass, voc.). Foto: privat, z.V.g.

INTERVIEW: Im Underground, der Geburtsstätte aller Bands der härteren Fraktion in der Gegend, nimmt auch die Geschichte von Toast The Kitten ihren Anfang. Vier Jungs mit ausreichend musikalischer Erfahrung, unterschiedlichem Musikgeschmack aber viel gemeinsamen Spirit beschließen dort, die Herzen der Rocker und Stoner zu erobern.

Interview: Werner Harauer

City-Flyer: Kann sich bitte jeder von euch vier Musikern den Lesern kurz vorstellen?

Markus Pranz: Ich bin Leadsänger und Gitarrist unserer Band. Ich wohne in Wilhelmsburg und spiele seit ca. zwölf Jahren Gitarre.

Roman Koberwein: Ich spiele auch Gitarre und singe immer wieder gerne ein bissl mit, bin aus St. Veit an der Gölsen, aber meiste Zeit in St. Pölten unterwegs. Musik habe ich schon in der Volksschule für mich entdeckt, aber Gitarre spiele ich erst seit etwa acht Jahren.

Simon Thut: Ich spiele Bass und singe ein bisschen Backup. Ich wohne in Wien und St. Pölten und spiele seit meinem ersten Jahr im Borg St. Pölten Saxophon und habe dann vor gut sechs Jahren zur Bassgitarre gegriffen.

Andreas Özelt: Ich bin Schlagzeuger bei uns, wohne in Nußdorf ob der Traisen und spiele seit ca. zehn Jahren.

CF: Ihr habt den Slot am Jahresabschlusskonzert vom Warehouse gewonnen und steht mit Rammelhof, Franz Fuexe und Rotzpipn am 28. Dezember auf der Bühne. Mit welcher der drei Bands habt ihr am meisten gemeinsam?

Roman: Ich würde sagen, dass alle drei Bands, die am 28. auf der Bühne stehen, eine Menge Energie und Leidenschaft beim Spielen haben. Musikalisch gehen wir eher in eine andere Richtung, aber ich glaube wir haben privat den gleichen Schmäh, den die anderen musikalisch ausleben.

CF: Toast The Kitten haben sich gegen The Invisible und Green Coloured Sun im online-voting durchgesetzt. Habt ihr schon so viele Fans, die euch supporten?

Roman: Wir haben noch keine allzu große Fanbase, da wir gemeinsam noch nicht oft auf der Bühne gestanden sind. Aber ich glaube, dass durch unsere anderen musikalischen Projekte, die jeder einzelne von uns hat bzw. hatte, schon eine gewisse Reichweite vorhanden ist.

Markus: Wir haben erst dieses Jahr begonnen gemeinsam zu spielen und unser Projekt steckt quasi noch in den Kinderschuhen.

CF: Ihr gehört der härteren Musikfraktion an. Hat euch das beim Voting eurer Meinung nach geholfen?

Andreas: Extrem Hart würde ich nicht sagen, aber ich finde das wir stilmäßig gut zum übrigen Lineup passen und dass unser selbstgedrehtes Video doch vielen Leuten einen Lacher herausgelockt hat. Aber prinzipiell ging es ja beim Voting doch um Freunde, Bekannte und die Reichweite, die man auf Facebook erzielen kann.

CF: Auf eurer Facebook-Seite führt ihr in der Musikbeschreibung unter anderem „Funk“ an. Gibt es Musiker/Bands, auf die ihr euch bezieht? Wo ist da der Funk?

Markus: Einer der ersten kleinsten gemeinsamen Nenner war auf jeden Fall John Frusciante der meine Spielweise  grundlegend beeinflusst hat. Das ist auch der Grund, warum immer wieder funkige Parts in unseren Songs zu hören sind.

Roman: Ich finde unser Zusammenspiel immer wieder sehr interessant. Da wir doch eigentlich alle aus einem anderen Genre kommen. Ich habe damals wegen John Mayer begonnen Gitarre zu spielen. Als Pink Floyd Fanboy kamen bei mir dann noch Einflüsse von David Gilmour (Pink Floyd) oder Matt Bellamy (Muse) dazu. Man sollte uns aber in kein gewisses Genre einordnen. Wir spielen und schreiben quer durch die Bank und machen was uns gerade Spaß macht. Zur Zeit bin ich sehr von der österreichischen Band Mother’s Cake angetan.

CF: Beim Warehouse Abschlusskonzert werden euch eine Menge Zuhörer checken. Wie geht ihr an das Konzert ran? Spürt ihr einen gewissen Erfolgsdruck?

Andeas: Erfolgsdruck würde ich es nicht nennen. Natürlich wollen wir uns von unserer besten Seite zeigen und dem Publikum eine Freude mit unserer Show machen.

Roman: Ich würde auch sagen, dass wir ordentlich Gas geben werden um die Leute nicht zu enttäuschen.

Simon: Hoffentlich können wir da auch den einen oder anderen Fan dazu gewinnen.

CF: Seit wann gibt es die Band offiziell?

Roman: Wir haben uns im Frühjahr 2018 im Underground bei einer Jamsession getroffen. Andi und ich haben da schon öfters miteinander gejamt. Markus saß damals zufällig an unserem Tisch. Wir haben schon einige Bier getrunken und dann meinte er, er würde auch gern mal spielen. Ohne lang zu zögern sind wir dann mit den Vorsatz etwas von Hendrix zu spielen auf die Bühne gegangen.
Am Weg dorthin habe ich Andi am Gang getroffen, den ich mehr oder weniger gleich mitgeschliffen habe. Bei den zwei oder drei Nummern habe ich mich so wohl gefühlt, dass wir auch nachher noch lange gemeinsam im Underground sitzen geblieben sind.

Markus: Nach ein paar Tagen sind Roman und ich dann schon bei mir im Keller gesessen und haben unsere Liebe zu Pink Floyd gehuldigt und natürlich auch nachgespielt. Andi haben wir dann als Schlagzeuger zur ersten offiziellen Probe eingeladen. Nach einigen Wochen holte Roman dann Simon mit ins Boot. Ab da war unsere Runde komplett!

CF: Gab es schon einen Live-Auftritt von euch?

Simon: Wir haben unser Debut bei der Geburtstagsfeier vom Walter im Underground gespielt und waren positiv überrascht, dass so viele Leute gekommen sind. Die Hütte war bis hinten voll!

Roman: Im Oktober haben wir auch einen Gig in der Wiener Hofburg bekommen. Da durften wir einen internationalen Kongress musikalisch etwas aufpeppen. Das war für uns alle mal etwas anderes.

CF: Können sich die Leser im Netz schon Songs von euch anhören?

Andi: Wir sind noch in der Songwriting Phase. Drei, vier Nummern sind schon fertig, aber wir haben schon das Equipment zusammen um bald mal ein paar Demos aufnehmen zu können.

Markus: Es wird also nicht mehr lange dauern, bis es von uns was online zu hören gibt.

CF: Spielt jemand von Toast The Kitten noch in einer anderen Band?

Simon: Ich bin Teil der ebenfalls recht neuen St.Pöltner Band Wrong Company, wo ich auch Bass spiele und backing vocals beisteuere. Außerdem singe ich in einem kleinen Chor in Wien.

Andi: Ich spiele nebenbei bei Mind Control. Das ist eine Stoner/Hardrock Band aus Wien, bei der ich seit einem Jahr den Part des Schlagzeugers übernehme. Zur Zeit spielen wir beim Bandwetterbewerb, der über die „Planet Festival Tour“ läuft, mit.

Roman: Ich bin zur Zeit nebenbei auch als Dj im Warehouse aktiv, vor allem bei der Fasten Your Seatbelts-Crew (Drum and Bass) und bei der Rock-Out-Crew, mit denen wir monatlich Events veranstalten. Neben Toast The Kitten helfe ich manchmal als Substitut bei den St.Pöltner Bands Gravögl oder auch bei Hacklstrumpf aus.

CF: Setzt ihr auf Eigenkompositionen oder kommen auch Coverversionen zum Einsatz?

Simon: Wir sind fleißig am Werk unser Set mit eigenen Nummern zu füllen, aber spielen sehr gerne auch Covers von unseren Lieblingsbands.

CF: Wie gewichtet ihr die Songtexte? Worum geht es?

Markus: Inhaltlich beziehe ich mich beim Texten generell auf Alltagssituationen und persönliche Erfahrungen, aber uns geht in erster Linie um das Instrumentale.

Roman: Ja, ich glaub wir sind jetzt nicht die großen Poeten 😉

CF: Habt ihr schon einen Plan für das Jahr 2019? Auftritte? Veröffentlichungen?

Simon: Wir sind hart am Arbeiten und man kann sich für 2019 schon auf ein paar Gigs und neue Songs freuen.

CF: Ich bedanke mich für das Interview.

Werner Harauer
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Werner Harauer

Magister Phil. (Publizistik, Kunstgeschichte), City-Flyer Gründer (1997) und Herausgeber. Im Brotberuf Öffentlichkeitsarbeiter, Journalist und Grafiker, Vinyljunkie seit der Punk und Disco-Ära. Workaholic auf der Suche nach dem perfekten Popsong.
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