Aufbrüche. Künstlerinnen des Art Club

Susanne Wenger, "Die Vögel sind nicht eingeladen", 1947, Courtesy: Susanne Wenger Foundation
Susanne Wenger, "Die Vögel sind nicht eingeladen", 1947, Courtesy: Susanne Wenger Foundation
Wann:
16. Oktober 2021 um 19:00 – 6. März 2022 um 21:00
2021-10-16T19:00:00+02:00
2022-03-06T21:00:00+01:00
Wo:
Landesgalerie Niederösterreich
Steiner Landstraße 1
3500 Krems an der Donau
Kontakt:
Da sich die COVID-19 Schutzbestimmungen laufend ändern, erkundigt euch bitte vor dem Besuch der Veranstaltung, ob und unter welchen Bedingungen diese stattfindet. Wir können keine Garantie für die Richtigkeit der City-Flyer Termineinträge übernehmen.

LANDESGALERIE NIEDERÖSTERREICH: Die Ausstellung macht sich auf die Spuren starker Frauen in der österreichischen Kunstszene in einer weitgehend unentdeckten Epoche: nämlich in der Zeit von 1945 bis zur Feministischen Avantgarde der 1970er-Jahre. Dieser Abschnitt brachte herausragende Künstlerinnen wie Maria Biljan-Bilger, Susanne Wenger und Maria Lassnig hervor, die das Kunstschaffen der Nachkriegszeit gründlich aufmischten.

Nach dem 2. Weltkrieg vereinten sich Künstler*innen, die mit der Ästhetik der diktatorischen Regime, vor allem der nationalsozialistischen, nichts zu tun haben wollten, im internationalen Art Club Wien. Auch Persönlichkeiten, die sich im politischen Widerstand engagierten, wie etwa Maria Biljan-Bilger und Susanne Wenger, waren Mitglieder. Viele der Künstlerinnen des Art Club waren Malerinnen. Biljan-Bilger arbeitete als Keramikerin und Bildhauerin. Johanna Schidlo war in den 1950er- und 1960er-Jahren als Tapisseriekünstlerin äußerst prominent. Des Weiteren sind in der Ausstellung Arbeiten von Gerhild Diesner, Marcia Hopman, Agnes Muthspiel, Hilda Polsterer, Ursula Schuh-Diederich und Maria Szeni zu sehen.

Einige der Künstlerinnen des Art Club schafften den Aufbruch über ihr Land hinaus, nach Greta Freist vor allem Maria Lassnig und Susanne Wenger. Letztere war bereits 1947 erstmals in Paris. Und noch bevor die Postmoderne nach dem Aktionismus in Wien ankam, wirkte Wenger in Afrika. Gemeinsam mit einheimischen Künstler*innen errichtete die Malerin, Textilkünstlerin und Bildhauerin einen heiligen Hain der Joruba, der durch den Kolonialismus verkommen war. Seit 2005 ist dieser Wald mit ihren Archiskulpturen UNESCO Weltkulturerbe. Wenger schaffte es, die europäische Kunst mit der afrikanischen zu vereinen.

Die größte internationale Bekanntheit erfuhr Maria Lassnig, nicht nur durch ihren Amerikaaufenthalt, sondern auch durch ihre vielen Beiträge zu Documentas und Biennalen.

Künstlerinnen: Maria Biljan-Bilger, Gerhild Diesner, Greta Freist, Marcia Evert Hopman, Maria Lassnig, Agnes Muthspiel, Hilda Carla Polsterer, Johanna Schidlo, Ursula Schuh-Diederich, Maria Szeni, Susanne Wenger und Grete Yppen

Kurator*innen: Brigitte Borchhardt-Birbaumer, Christian Bauer unter Mitwirkung von Wolfgang Denk, Kerstin Jesse und Johanna Ortner

Sommer (März–Okt.)
DI–SO 10.00–18.00 Uhr
MO, wenn Feiertag

Winter (Nov.–Feb.)
DI–SO 10.00–17.00 Uhr
MO, wenn Feiertag

Schließtage
24.12., 31.12. und 01.01.

Schreib etwas dazu

Werner Harauer
Magister Phil. (Publizistik, Kunstgeschichte), City-Flyer Gründer (1997) und Herausgeber. Im Brotberuf Öffentlichkeitsarbeiter, Journalist und Grafiker, Vinyljunkie seit der Punk und Disco-Ära. Workaholic auf der Suche nach dem perfekten Popsong.

Einen Kommentar hinterlassen