I WANT TO GO HOME – Was geschah am 24. Februar 2022?

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Wann:
20. Dezember 2022 um 19:30 – 21:30
2022-12-20T19:30:00+01:00
2022-12-20T21:30:00+01:00
Wo:
Landestheater NÖ
Rathausplatz 11; 3100 St. Pölten
Kontakt:
Da sich die COVID-19 Schutzbestimmungen laufend ändern, erkundigt euch bitte vor dem Besuch der Veranstaltung, ob und unter welchen Bedingungen diese stattfindet. Wir können keine Garantie für die Richtigkeit der City-Flyer Termineinträge übernehmen.

LANDESTHEATER NÖ: Szenische Lesung von Texten ukrainischer Autor*innen
Als am 24. Februar der russische Präsident Vladimir Putin den bewaffneten Angriff auf den Donbass befahl, war das der Beginn eines zerstörerischen Krieges zwischen Russland und der benachbarten Ukraine. Für die Menschen in der Ukraine, die wie alle Europäer*innen, bis zu diesem Tag ein völlig normales, alltägliches Leben zwischen Arbeit, Familie und Urlaubsplanung führten, veränderte sich alles. Seit dem 24. Februar 2022 geht es für sie jeden Tag um Leben und Tod, um Entscheidungen, ob man vor den Bomben in Kellern oder in der U-Bahn Schutz sucht, ob man in der Heimat bleiben oder ins Ausland flüchten soll. Vielen bleibt keine Wahl, sie müssen innerhalb von wenigen Stunden ihr Hab und Gut, aber vor allem ihre Angehörigen zurücklassen. Die Frauen gehen ohne ihre Ehemänner, die für die Verteidigung ihres Landes plötzlich zu Soldaten werden.
In der Zeit um den Ausbruch des Krieges schlossen sich eine Reihe von ukrainischen Autoren und Autorinnen zusammen, um die aktuelle Situation zu dokumentieren. Zum Beispiel in Form eines Tagebuchs, das der Schriftsteller und Theaterleiter Pavlo Arie vom ersten Tag an verfasste, als „Wörterbuch der Gefühle“ wie das der Autorin Elena Astaseva oder als eindringlichen Monolog wie bei Natalia Bloks „Durch die Haut“, sie alle verarbeiten ihre Verzweiflung, ihre Trauer und Emotionen mit der Kraft ihrer Worte und der Macht ihrer Poesie. Der Plan, ein neues „Theater der Autor*innen“ in Kiew zu eröffnen, ließ sich aufgrund der Bombardierung nicht mehr verwirklichen. Die Theater mussten schließen. Gemeinsam mit der Autorin Natalia Vorozhbyt entstand die Idee, stattdessen die Türen des Landestheaters Niederösterreich für die Präsentation dieser außergewöhnlichen Texte zu öffnen.

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Werner Harauer
Magister Phil. (Publizistik, Kunstgeschichte), City-Flyer Gründer (1997) und Herausgeber. Im Brotberuf Öffentlichkeitsarbeiter, Journalist und Grafiker, Vinyljunkie seit der Punk und Disco-Ära. Workaholic auf der Suche nach dem perfekten Popsong.

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