In seinem rund 50-jährigen Filmschaffen scheint Regie-Altmeister Ridley Scott ein besonderes Faible an der Apokalypse zu haben. Mit Alien (1979) und Blade Runner (1982) schuf er Endzeit-Szenarien, welche die Filmgeschichte nachhaltig prägten. Zu diesen Wurzeln kehrt die Regie-Legende nun mit „Das Ende der Sterne“ (im Original „The Dog Stars“) zurück. Wobei die stringente Erzählweise der frühen dystopischen Klassiker etwas aufgeweicht wird.
Aber nun zum Plot: Wir befinden uns im Land der letzten Dinge (Copyright: Paul Auster). Eine Grippe-Pandemie hat im Jahr 2035 die Menschheit weitgehend ausgelöscht. Die wenigen Überlebenden befinden sich in einem permanenten Überlebenskampf. So auch Pilot Hig, gespielt von Jacob Elordi, dem upcoming Shootingstar von Hollywood. Auf seinen täglichen Flügen mit einer alten Cessna ist sein Hund Jasper immer dabei. Basislager ist ein Flughafen in Erie, Colorado, unweit von Denver. Hig teilt sich dort eine Schicksalsgemeinschaft mit dem Ex-Marine Bangley (grandios gespielt von Josh Brolin). Dieser Waffennarr schießt auf alles, was sich dem Gelände nähert. Mit Hig und Bangley treffen zwei Welten aufeinander: Altruismus und Survival of the Fittest stehen sich hier gegenüber. Hig zieht aus dieser Pattsituation an Weltanschauungen die Konsequenz und fliegt Richtung Flugplatz in Grand Junction, wo er wegen eines Funkspruchs Reste der Zivilisation vermutet. Doch auf dem Weg dahin legt er mit dem in die Jahre gekommenen Flugzeug eine Bruchlandung im Wald hin. Er landet bei einer Farm, wo der frühere Navy Seal Pops (Guy Pearce) mit seiner Tochter Cima (Margaret Qualley) wohnt. Wie zu erwarten, entspinnt sich eine Romanze zwischen Hig und Cima.
Ab diesem Punkt kippt der Film: Sie werden von einer Horde berittener Angreifer attackiert und können sich zu dritt mit der Cessna nach Grand Junction retten. Doch hier erwartet sie ein weiterer Alptraum. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Mit dieser Parabel über Gut und Böse lässt der Brite Ridley Scott mit großem Pathos das Prinzip der Hoffnung aufleben. Diese Botschaft können wir in diesen Tagen ganz gut gebrauchen.
Regie: Ridley Scott. Darstellerinnen und Darsteller: Jacob Elordi, Margaret Qualley, Josh Brolin, Guy Pearce u. a.
USA, 2026
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