Der Melting Pot 2 – die Party des Jahres im VAZ

Der Seniorenfloor am Melting Pot 2 im VAZ St. Pölten. Foto © Claudia Zawadil, z.V.g.
Der Seniorenfloor am Melting Pot 2 im VAZ St. Pölten. Foto © Claudia Zawadil, z.V.g.

HISTORY: Einer Collage gleich ergeben die Eindrücke unserer Redakteure ein buntes Bild von einem fulminanten Fest – dem Melting Pot 2. Per aspera ad astra. Seneca hatte recht: auf rauhen Wegen zu den Sternen.

ADRENALINE KINGS
“I wanna rock and roll all night – and party every day”. Es gibt doch nichts schöneres, als wenn sich zusammengeschlossen wird zum kollektiven Headbangen, Teufelshörner in die Luft recken und Bier trinken. Und dann noch mit einer Liveband dazu, die die Klischees der 80er Jahre Metal und Hardrock Bands sehr gut studiert hat. Mein persönlicher Höhepunkt, der leider viel zu früh wieder von der Bühne ging.
-sushi-

THRILLA IN MANILA
Die 6-köpfige Partie aus Schrambach hatte keine Probleme, ihre Beliebtheit aus der Provinz in die nicht weniger provinzialische Stadt St.Pölten mitzunehmen. Ein buntes Musikbild aus Punk und Ska mit der gewissen Nähe zum Publikum, das zum Mitmachen aufforderte. Eine Band, die meiner Meinung nach die Erwartungen als Zweitplatzierter ohne Zweifel erfüllte.
-pr-

SUN SURFAZ
Lauter gern und oft gesehene StP-ler bevölkerten die Bühne und der Spass, den diese Musiker immer mit dabei haben, übertrug sich übergangslos auf die Zuhörerschaft. Mir war nach den ersten Nummern klar – die Sun Surfaz sind würdige Voting Gewinner! Stimmung und Temperatur stachelten sich gegenseitig auf und sogar Immer- und Allzeit-Rocker Paulus U. betaschte Steve’s Trommelwerkzeuge.

IRIEPATHIE haben nach einer Irrfahrt doch noch ins VAZ zum Melting Pot 2 gefunden. Die Hip-Hopper verstehen ihr Musikhandwerk, ließen es jedoch in ihren Ansagen leider ein wenig an Höflichkeit mangeln.

Mit einer ausgewachsenen Verspätung durften dann endlich Mr.Doktor der Gynäkologie Grisu und Herr Matt-Hiasl-R’n’Roll werken am Harteingetanzten.
Die Mannen zeigten den immer noch Zahlreichen, wo der Bartl den Most herholt.
Herr Hennes hat, nach zwei erfolgreich absolvierten Surprise Auftritten, das Mikro offensichtlich liebgewonnen, denn er ließ das gute Stück nicht mehr aus den Händen und beglückte uns mit seinen Anek(d)(t)oten.
Danke an die Herren des Rock’n’Roll, weil mein Heimwärtsgang wieder einmal zur Frühstücks-(od. Quatsch)zeit ausgefallen ist.
-nat-

Stile verknüpfen, Stile erfahren, Musik hören, Musik fühlen, hörstürzen, reizüberfluten, im Geist rotieren, über den Dingen stehen, im Raum kreisen, tanzen, in Trance schweben, sich berauschen, vernebeln, taumeln, klaustrophobische Neigungen ausleben, durch die Menge navigieren, den Augenblick genießen, sich sozialisieren, kommunizieren, Neue(s) kennenlernen, seinen Hunger stillen, ausflippen – Disneyland im Kopf.
-buchi-

Nomen sollte immer noch Omen bleiben. Gerade deshalb habe ich den SENIORENFLOOR zu meinem Hauptabend-wohnsitz auserkoren. Nicht, dass ich mich nicht gerne unter das Jungvolk mische (wenn es nicht gerade auf mich drauffällt), aber ach, zwei Seelen schlagen in meiner Brust. Und die eine ist der guten alten 60iger bis 90iger Musik überaus zugetan.
Rares von Barry White und Love-Boat-Klänge lassen Hüften sachte kreisen, Duette tanzen und weiße Smokings im Geiste auferstehen. Soul, Discokugel, Nebelschwaden, fließender Übergang zu 80ies Pop. We are family.

Der KUHBUS zeigte – im Gegensatz zu seinem Namensgeber auf dem Parkplatz – keine fleckigen Übergänge, sondern basste was das Zeug (und das Equipment) hält.
-rk-

CHILL-OUT FLOOR
Wer sich zwischendurch von Musik und Menschenmassen ein kleines Päuschen gönnen wollte, war im Chillout-Floor auf der Galerie bestens aufgehoben. Der Verein NORDRAND (zuständig für mobile Jugendarbeit) unterhielt mit stilvoller Blackbox Performance und flashigen Visuals auf zwei Leinwänden. Außerdem dekorierten die Youth-Art Künstler HERMANN RAUSCHMAYR, ALEXANDER DONHOFER und CLAUDIA ZAWADIL die Wände mit einigen ihrer Werke. Wasser und Kondome gab’s gratis! Mit der Verwendung von Letzerem dürfte wohl noch nicht jeder ganz vertraut gewesen sein, so wurde nämlich kurzerhand ein Gummi zum Luftballon:-)
-cz-

BOOM-A-RANG
Die Boom-a-Rang Crew glänzte wiedereinmal mit hervorragenden Beats. Dies war eindeutig der Bereich zum relaxen und chillen, denn die Anzahl der Personen war nicht unüberschaubar groß und so blieb genügend be-tanzbarer Raum.
Der Floor kam einigen Jugendlichen gerade recht, um sich von ihren vorweihnachtlichen “Trinkaktionen” zu erholen. Jedoch ließ sich die Boom-a-Rang Crew nicht beirren und servierte Ragga a-la-carte.

Fotos vom Seniorenfloor am Melting Pot 2 (Link zu unserem alten Server – falls es nicht klappt, mehrmals reloaden, die Betonung liegt auf “ALTER SERVER”.)

Werner Harauer
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Werner Harauer
Magister Phil. (Publizistik, Kunstgeschichte), City-Flyer Gründer (1997) und Herausgeber. Im Brotberuf Öffentlichkeitsarbeiter, Journalist und Grafiker, Vinyljunkie seit der Punk und Disco-Ära. Workaholic auf der Suche nach dem perfekten Popsong.

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