Den Groove zünden mit Elektro Guzzi

Elektro Guzzi im frei.raum St. Poelten
Die Wiener Techno-Band Elektro Guzzi am Samstag, den 4. Februar live im Freiraum. Foto: Claudia Zawadil, z.V.g.

PARTYZONE: Die Wiener Analog-Techno-Band Elektro Guzzi präsentierte ihr neues Album und beeindruckte das St. Pöltner Publikum einmal mehr mit synchroner Präzision.

Das dritte Mal schon, das ich das Gitarre-Bass-Schlagzeug-Trio aus Wien live sah. Anlass war die Promo-Tour für ihr neues Album „Clones“, die es am Samstag, den 4. Februar auch in den Freiraum führte.
Obwohl die Band schon zehn Jahre Geschichte am Buckel und sechs Alben eingespielt hat, obwohl sie auf den Bühnen renommierter Festivals wie Sónar, Mutek, Roskilde oder Melt stand, fanden sich nur die üblichen verdächtigen Zuhörer im beschaulich kleinen „Clubraum“ ein. Andererseits darf man sich keine großen Überraschungen von Elektro Guzzi’s neuem Werk erwarten. Die Instrumental-Band spielt Techno in der klassischen Band-Besetzung Gitarre, Schlagzeug und Bass und das so rhythmisch monoton und auf den Punkt gebracht, das es kein professionelles DJ-Set braucht. Elektro Guzzi haben den analogen Techno „erfunden“, weshalb sollten sie ihrem Stil also untreu werden? Das wäre dasselbe, wie das plötzliche Bedürfnis von Bauchklang (Gott hab sie selig), sich Gitarren umzuschnallen.

Zündkerze Elektro Guzzi

Die Musik, die Elektro Guzzi auf der Bühne spielen,  bedarf keiner Luftsprünge und großer Gesten der Musiker. Schlagzeuger Bernhard Breuer und Bassist Jakob Schneidewind schufen ein wuchtiges Rhythmusfundament, das pulsierende Schwingungen freisetzte, die langsam die Beine hochkrochen, bis bald der ganze Körper vibrierte. Gitarrist Bernhard Hammer sorgte für die Effekte, die dem monotonen Groove entgegen wirkten.

Diese Tracks wurden für ein Publikum gemacht, das tanz (und für die zwei Personen, die den Musikern kontrollierend auf die Finger schauen, ob eh alles live gespielt wird). Elektro Guzzi simulieren eine Clubatmosphäre und in einem guten Club überwiegt das tanzende Publikum. Wer nicht tanzt, dem wird bald langweilig. Das haben auch die Zuhörer im Freiraum rasch begriffen. Wurde anfangs nur zaghaft mitgewippt, so emanzipierten sich im letzten Drittel des Konzerts die Beine vom Hirn und es wurde einschließlich der Zugabe durchgetanzt.

elektroguzzi.com/
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Magister Phil. (Publizistik, Kunstgeschichte), City-Flyer Gründer (1997) und Herausgeber. Im Brotberuf Öffentlichkeitsarbeiter, Journalist und Grafiker, Vinyljunkie seit der Punk und Disco-Ära. Workaholic auf der Suche nach dem perfekten Popsong.

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