Gaea Schoeters – Trophäe

Gaea Schoeters - Trophäe

 

 

 

 

 

 

 

 

Afrika und seine Menschen interessieren den reichen Amerikaner Hunter White nicht, für ihn zählt einzig die Jagd. Diesmal hat er sich die Lizenz für ein Nashorn besorgt, doch kurz vor dem Erlegen des Tieres wird ihm der Weg von Anderen durchkreuzt und sein Abenteuer zum Höllentrip.  

Der reiche Amerikaner Hunter White hat schon im Kindesalter seinen Großvater auf die Jagd begleitet, so ist auch aus ihm ein leidenschaftlicher Freizeitjäger geworden. Er verzichtet auf moderne, leichtere Modelle und verwendet noch immer das schwere doppelläufige Gewehr seines Großvaters. Für Hunter ist das eigentlich wichtige das Jagen der Beute, nicht die Trophäen. Diese bringt er seiner Frau mit, die sie dann unter anderem als Bettvorleger benutzt.

Von den sogenannten „Big Five“, die es in Afrika zu jagen gibt, fehlt Hunter als einziges noch das Nashorn. Der Berufsjäger Van Heeren, mit dem er schon seit vielen Jahren zusammenarbeitet, hat ihm nun die Lizenz für das Töten des begehrten Wildtieres beschaffen. Die beiden begeben sich mit den Fährtenlesern auf die Jagd, doch kurz vor dem Erlegen des alten Nashornmännchens wird es ihnen von Wilderern weggeschnappt. Sie finden nur noch das tote Tier mit dem völlig entstellten Kopf und ohne Horn.

Nachdem die geplante Jagd misslungen ist und Hunter voller Wut, unterbreitet im Van Heeren das grausige Angebot der „Big Six“, was bedeutet, auf Menschenjagd zu gehen. Zuerst ist Hunter entsetzt, lässt sich aber dann doch von Van Heeren überzeugen, da dieser behauptet, dass er mit den „Buschmännern“ einen Deal vereinbart hat. Er hat ihnen die Freiheit und ihr Land zurückgegeben, dafür opfern sie alle 3 Jahre einen von ihnen. Die Wahl fällt diesmal auf den jungen Jäger !Nqate, der erst kurz zuvor „zum Mann wurde“ weil er seine erste Antilope erlegt hat. Ausgerechnet sein Freund Dawid muss für Hunter der Fährtenleser sein und ihm helfen, !Nqate zu finden.

Der flämischen Schriftstellerin Gaea Schoeters ist eine fesselnde, aufwühlende Geschichte gelungen, die sich mit Natur und Mensch, Leben und Tod beschäftigt. Selbst wenn man nichts von der Großwildjagd hält und von Anfang an ein leichtes Unbehagen beim Lesen verspürt, welches mit dem Verlauf der Geschichte anwächst, kann man dennoch bis zur letzten Seite nicht aufhören, den grausamen Jäger auf seinem blutigen Pfad zu begleiten.

Gaea Schoeters
Trophäe

Roman | Zsolnay
252 Seiten | € 24,70

 

Claudia Zawadil
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Claudia Zawadil
DI (FH); beim City-Flyer seit März 2002, schreibt Buchrezensionen und Ankündigungen und fotografiert gelegentlich bei diversen Events. Ebenso ist sie Radiomoderatorin (BlackXplosion), Arthouse Cinema-Fan und Vinyl-Lover.

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      miss_marple
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