Kulturverein Club­haus: Fünf Jahre sind genug!

v.l.n.r.: Andreas Podlesnik, Robert Trömer, Lukas J. Löcker und Benjamin Zeilinger vom Kulturverein Clubhaus. Foto © eliot.arts08, z.V.g.

HISTORY: Im Jahr 2003 setzte der Kulturverein Club­haus mit seiner ersten Party „Beats, Bands’n’Bar­be­­­cue“ den Start­schuss für eine Reihe ab­wech­s­lungsreicher und eigen­williger Events. Nun ist Schluss!

Die Idee Partys zu machen, ent­wickelte sich aus einem akuten Mangel an interessanten Ver­anstaltungen im Umfeld St. Pölten. Diese gähnende Leere machte auch vor der kleinen Ortschaft Schrambach im Bezirk Lilienfeld keinen Halt. So traf man sich im Freundeskreis und beschloss, nicht nur aufgrund der gemeinsamen Liebe zur Musik, etwas Pro­duk­ti­ves zu starten

Das Clubhaus, zusammengesetzt aus DJ CHIMERA (Ro­bert Trömer), MR. FLAVOUR (Ben­ja­min Zeilinger), KING LOUIS (Lukas Jakob Löcker) und DJ ANDREW (Andreas Podlesnik), wollte von Anfang an auf ihren Partys unterschiedliche Elemente miteinander verbinden.
Die Veranstaltungen kennzeichneten sich durch Bandauftritte und Auflegereien verschiedener Styles aus, mit Fokus auf elektronische Musik (DnB, Elektro, Techno, Hip Hop, Reggae, World Music). Kom­biniert wurde dies mit verschie­d­en­artigsten Aktionen, wie zum Bei­spiel einer Grillerei am dritten Floor, einem Retrogaming (Möglichkeit gratis alte PC-Spiele zu spielen) oder einer preiswerten Fruits & Sweets Bar. Dieser Akt­ionismus sollte der Kontrapunkt zu Bier aus dem Fass und Musik aus der Kon­serve sein. Anstatt Kohle mit Sau­ferei zu machen, wollte das Club­haus eine Möglichkeit für die Leute am Land bieten, qualitative Musik hören zu können. In der clubhausnahen Band THRILLA IN MANILA (u.a. Robert, Drums; Lukas, Bass) war trotz diverser musikalischer Defizite und Kritiker der Spaß an der Freude und dem Spontanen vordergründig (kurzzeitiges Revival am 25.10.2008 im frei:raum).

Da der Kulturverein Club­haus nie auf Abzocke aus war und daher sehr knapp kalkulierte, war es bald schwer finanzierbar. Auch die Aktivitäten der Einzelnen hatten sich verlagert, beispielsweise wurde DJ Chimera mit PLATTENSPIELER TM aktiv, Mr. Flavour hat sich dem Mountain­biking und Radrennen verschrieben, DJ Andrew übernahm einen Betrieb als Kunstschmied und Schlosser und King Louis konzentrierte sich u.a. auf die „King’s Tone Club„-Events. So wie ihr Musikgeschmack haben sich auch die einzelnen Members im Laufe der Zeit verändert und weiterentwickelt, sodass das Ende des Vereins beschlossen wurde. Dennoch hat das Projekt dieser Land- bzw. Randgruppe ge­zeigt, was man alles auf die Beine stellen kann, wenn man sich zusammenrottet und aktiv wird. Wie bzw. in welcher Form es in Zukunft weiter gehen soll, wird zur Zeit noch durchgedacht.

Werner Harauer
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Über den Autor

Werner Harauer
Magister Phil. (Publizistik, Kunstgeschichte), City-Flyer Gründer (1997) und Herausgeber. Im Brotberuf Öffentlichkeitsarbeiter, Journalist und Grafiker, Vinyljunkie seit der Punk und Disco-Ära. Workaholic auf der Suche nach dem perfekten Popsong.

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