Leander Fischer – Die Forelle

Leander Fischer - Die Forelle

Der erste Roman des in Oberösterreich geborenen Schriftstellers Leander Fischer ist wirklich ein gewagtes Debüt. Denn die Erzählung kreist um das Thema „Fliegenfischen“ und die oberösterreichische Provinz der 80-er Jahre. Doch wer nun denkt, das könnte langweilig werden, irrt gewaltig. Denn Fischer (der auch den perfekten Nachnamen für dieses Buch trägt) bleibt nicht beim Angelsport alleine, sondern bringt Themen ein wie die Waldheimaffäre, das Waldsterben und die Besetzung der Hainburger Au. Neben den zwei zentralen Themen Freundschaft und Fischen richtet der Autor den Fokus also vor allem auf die Sub- und Gegenkultur der 80-er Jahre. Hauptperson ist der Musikschullehrer Siegi Heehrmann, der im Umland von Gmunden seine Leidenschaft für das Fliegenfischen entdeckt. Und sich damit beim örtlichen Fliegenfischerverein – als Zugezogener – nicht nur Freunde macht. Wer gerne Bücher liest, die mit Sprache spielen, die auch überlange Sätze beinhalten und wo Wörter sich zu einer Komposition zusammenfinden, wird mit diesem Buch eine große Freude haben.

Leander Fischer: Die Forelle
Wallstein, 2020

Werner Harauer
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Werner Harauer
Magister Phil. (Publizistik, Kunstgeschichte), City-Flyer Gründer (1997) und Herausgeber. Im Brotberuf Öffentlichkeitsarbeiter, Journalist und Grafiker, Vinyljunkie seit der Punk und Disco-Ära. Workaholic auf der Suche nach dem perfekten Popsong.

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