STP-Musiker geben Gas: Spritzweinmafia

Spritzweinmafia Foto © Bernd Waldhart, z.V.g.
Spritzweinmafia Foto © Bernd Waldhart, z.V.g.

Mit dem MUSIK.STP-Festival am Ratzersdorfer See wurde im Vorjahr eine Lücke im heimischen Kulturbetrieb geschlossen, die seit dem Dahinscheiden des Stadtfestes virulent war: ein Festival, auf dem sich junge St. Pöltner MusikerInnen einem ebenso jungen Publikum präsentieren können. Am 29. Juli geht es in die zweite Runde.

Wenn sich am 29. Juli der Vorhang am MUSIK.STP-Festival hebt, werden sich die Zaungäste über die musikalische Vielfalt der landeshauptstädtischen Musik-Szene wundern – ebenso wie über das große Interesse der BesucherInnen.
Wir stellen euch mit Lukascher, Criso und Spritzweinmafia drei gebuchte Acts vor, die euch mit hoher Wahrscheinlichkeit den Schweiß aus den Poren treiben werden. In diesem Text geht es um die Spritzweinmafia (Zu den Texten über Lukascher und Criso kommt ihr über die Links hier oder ganz unten).

Obwohl es die Spritzweinmafia erst seit Dezember 2020 gibt, rocken Schurl (voc./dr), Bassy (voc) und Tony (guit/b) wie drei alte Hasen. Mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Grunge und Hip Hop und ihrer neuen Liebe zum Nu-Metal werden die Jungs das Publikum zu tänzerischen Höchstleistungen treiben. Hinzu kommt, dass Spritzweinmafia Songs vom brandneuen Album „Unter Druck“ spielen wird, das am 15. Juli erscheint.
Für den Auftritt am MUSIK.STP-Festival holt sich das Trio Verstärkung. „Jakob Everke hat uns beim Gig im Wiener U4 an den Drums unterstützt. Da es menschlich und musikalisch mit ihm gut funktioniert hat, wird er auch beim Gig am Ratzersdorfer See, sowie bei unseren zukünftigen Live-Auftritten an den Drums sitzen“, so Bassy und „am Bass sind wir etwas flexibler, jedoch wird uns Lukas Rappitsch, der im U4 den Bass in der Hand hielt, die Saiten zupfen. Zusätzlich haben wir den DJ und Produzenten DJ Crum eingeladen, der uns mit Scratches unterstützt.“

Interview: Werner Harauer
Foto: privat, z.V.g.

City-Flyer: Ich nehme fälschlicherweise immer an, dass alle Welt über die Künstler bescheid weiß, die bereits früher im City-Flyer vorgestellt wurden. Ist natürlich nicht so. Daher meine Bitte: Stellt euch, stellt die Band und eure Musik unseren Lesern kurz vor.

Schurl: Wir sind die Spritzweinmafia. Die Band besteht aus Schurl (Vocals/Drums), Bassy (Vocals) und Tony (Gitarre/Bass). Wir kommen aus dem Raum Krems/St.Pölten.

CF: Ihr habt im letzten CF-Interview ein Album angekündigt, dass offiziell wann veröffentlicht wird? Wie lautet der Titel?

Tony: Das Album trägt den Titel “Unter Druck” und kommt voraussichtlich am 15. Juli 2022.

CF: Ihr habt von einem vielseitigen Album gesprochen, auf dem jeder seinen Song finden wird. Ich durfte die 11 Songs bereits hören und habe kein zweites „Cali“ gefunden. Habt ihr den poppigen HipHop Einflüssen abgeschworen?

Bassy: Ich würde nicht sagen, dass wir den poppigen Hip Hop Einflüssen gänzlich abgeschworen haben. Dass das Album klingt wie es klingt, ist unserer Stimmung im Aufnahmeprozess geschuldet, da das Album hauptsächlich in den Wintermonaten entstand. Hinzukommt, dass der Track “Cali” unser erster “Ausflug” in ein alternativeres Genre war.

CF: Ihr habt den Gebrauch von Autotune drastisch reduziert. Die Mischung aus Rap, Rock, Punk in Kombination mit Autotune Gesängen war ein Alleinstellungsmerkmal der Spritzweinmafia. Worauf fokussiert ich euch jetzt?

Schurl: Unserer Meinung nach haben wir dieses Alleinstellungsmerkmal mit der Produktion dieses Albums auf keinen Fall verloren, wir haben darauf Autotune lediglich anders verwendet und unseren Sound weiterentwickelt. Hinzukommt, dass wir uns im Genre des “Nu-Metal” im Moment besonders wohlfühlen und dieses etwas von den EP Nummern abweicht.

CF: Auf der letzten EP habt ihr für einen Song mit Franz Fuexe kooperiert. Gibt’s auf dem Album auch Kooperationen mit anderen Künstlern?

Schurl: Im Vergleich zu unserer ersten EP sind im Entstehungsprozess dieses Albums generell natürlich mehr Menschen involviert gewesen. Bei einem Song des Albums hatten wir die Ehre, das Linzer Rap-Urgestein Bum Bum Kunst für ein Feature begeistern zu können. Ebenso haben wir den, in der österreichischen Hip Hop Szene sehr bekannten Dj und Produzent, Dj Crum auf den Track “Bist du” holen können, welcher mit Scratches darauf mitwirkt.

CF: Hat sich bei der Arbeitsteilung bei den Aufnahmen des Albums etwas geändert?

Tony: An dieser Konstellation hat sich im Grunde nichts verändert, nur sind unsere Abläufe dabei routinierter geworden.

CF: Ihr spielt am 29. Juli am Musik.STP Festival. Wer wird das Trio ergänzen? Toni kann ja nicht gleichzeitig Bass und Gitarre spielen.

Bassy: Jakob Everke hat uns bereits bei unserem Gig im U4 an den Drums unterstützt. Da es menschlich und musikalisch auf Anhieb gut funktioniert hat wird er auch in Zukunft, so auch beim Musik Stp-Festival, bei Live Auftritten an den Drums sitzen.
Am Bass sind wir etwas flexibler, jedoch wird uns Lukas Rappitsch – ebenso Bassist von uns im U4 – beim Musik.STP-Festival unter die Arme greifen. Zusätzlich wird Dj Crum mit uns gemeinsam auf der Bühne stehen.

CF: Ich vermute, euer Gig wird vor oder nach der Punkband The Zsa Zsa Gabor’s, oder den Grungern Jangoony stattfinden. Warum ich das glaube? Weil das neue Album mehr Rock und Punk und weniger Rap und Autotune ist. Falls ich recht habe: fühlt ihr euch wohl in dieser Ecke?

Tony: Die Reihenfolge, wann wer spielen wird wissen wir noch nicht. Allerdings fühlen wir uns in verschiedenen Ecken wohl, solang es menschlich passt.

CF: Habt ihr einen Tipp, ob einer bzw. welcher der 11 Songs das Potential hat, bei einer Radiostation on air zu gehen?

Bassy: Unserer Meinung nach haben die Songs “Mond” und “Norden” die größten Chancen bei einer Radiostation zu landen.

CF: Falls es jemand sträflicherweise nicht auf’s Musik.STP Festival schafft: habt ihr schon weitere Auftritte für diesen Sommer in der Tasche?

Bassy: Es sind gerade einige Sachen im Entstehen, genauere Details wollen wir aber erst preisgeben, wenn alles unter Dach und Fach ist.

CF: Vielen Dank für das Interview.

zum Interview mit Lukascher
zum Interview mit Criso

Werner Harauer
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Werner Harauer
Magister Phil. (Publizistik, Kunstgeschichte), City-Flyer Gründer (1997) und Herausgeber. Im Brotberuf Öffentlichkeitsarbeiter, Journalist und Grafiker, Vinyljunkie seit der Punk und Disco-Ära. Workaholic auf der Suche nach dem perfekten Popsong.

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