Terminauswahl Test

Feb
9
Do
Ein Volksfeind von Henrik Ibsen
Feb 9 um 19:30 – 21:30
Ein Volksfeind von Henrik Ibsen @ Landestheater Niederösterreich

LANDESTHEATER NÖ: Wir verlosen für das Stück „Ein Volksfeind“ vom norwegischen Dramatiker und Lyriker Henrik Ibsen für die Aufführung am 9. Februar 2023 2×2 Freikarten! (siehe unten) An diesem Abend findet außerdem ab 18:30 Uhr eine Einführung zum Stück statt.

Was ist Wahrheit, was Lüge? Dieses Thema durchzieht das Lebenswerk von Henrik Ibsen. In „Ein Volksfeind“ analysiert der norwegische Dramatiker, wie eine Gesellschaft in der Krise mit der Wahrheit umgeht: Kurz vor der Eröffnung des neuen Thermalbades entdeckt der Kurarzt Dr. Stockmann krankheitserregende Keime im Heilwasser. Er informiert die Entscheidungsträger*innen der Stadt aus Politik und Medien. Alle sind sich einig: Die Menschen müssen die Wahrheit über das durch eine Fabrik verschmutzte Wasser erfahren. Doch kurz vor Drucklegung der Zeitungsausgabe mit dem Aufmacher über den Umweltskandal dreht die Stimmung. Als die Stadtvorsteherin den Bürgerinnen und Bürgern droht, dass bei Schließung der Therme mit wirtschaftlichem Schaden und ausbleibendem Tourismus zu rechnen ist, ziehen sich die Verantwortlichen zurück. Die Gesundheitsgefährdung durch das verschmutzte Wasser wird kleingeredet und vertuscht, und der Kurarzt als Störenfried entlassen. Stockmann jedoch verteidigt seine Expertise mit allen Mitteln …

Henrik Ibsens Drama aus dem Jahre 1882 stellt die Frage, wie wir in einer Welt, die im Sinne der Wachstumslogik regiert wird, mit der Wahrheit umgehen. Heute sind die drohenden Auswirkungen des Klimawandels bekannt, aber noch immer fehlt es am politischen Willen, um den verheerenden Folgen entgegenzuwirken. Welche Interessen blockieren die Gestaltung der Zukunft? Welche Werte halten unsere Gesellschaft zusammen? Die Regisseurin Anne Bader öffnet mit ihrer Inszenierung den gesellschaftspolitischen Resonanzraum des Stücks, um heutige Fragen zu unserem Verhältnis zu Klima, Natur und Nachhaltigkeit neu zu stellen.

Jetzt mitmachen und mit etwas Glück gewinnen! [not_logged_in]Du musst eingeloggt sein, um am Gewinnspiel teilnehmen zu können! [PM_Login] [/not_logged_in] [restrict userlevel="subscriber"] [rafflepress id="144"] [/restrict] [not_logged_in] Noch nicht registriert? Registriere dich! Es dauert nur eine Minute. [PM_Registration id="1"] [/not_logged_in]

Feb
14
Di
PARZIVAL nach Wolfram von Eschenbach
Feb 14 um 10:30 – 12:30
PARZIVAL nach Wolfram von Eschenbach @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: Was ist ein „echter Ritter“? Ein Kämpfer und Eroberer oder einer, der sich für Frieden und Mitmenschlichkeit einsetzt? Parzivals Mutter Herzeloide will ihn vor der kriegerischen Welt der Ritter bewahren, in der schon sein Vater umgekommen ist. Doch der junge Parzival will herausfinden, was es heißt, ein Ritter zu sein. Er begibt sich auf einen Road-Trip, um Abenteuer zu bestehen und erwachsen zu werden. Zunächst landet er als naiver „tumber Tor“ bei der verwahrlosten Tafelrunde von König Artus. Dort trifft er auf die ihm bislang unbekannte Generation seines Vaters. Enttäuscht von der an Artus’ Hof herrschenden Willkür, dem Karrieredenken und der Selbstsucht sucht er nach Alternativen. Findet er die „wahren Ritter“ in der christlichen Gralsgesellschaft mit ihren Utopien und hohen Idealen? Am Ende seiner Reise erkennt Parzival, dass er eigene Wertvorstellungen erlernen und Fehler machen muss, um seinen Platz in der Welt zu finden.
Vor rund 800 Jahren als umfangreiches Epos von Wolfram von Eschenbach geschrieben, war der Roman ein „Bestseller“, die Leser des Mittelalters sahen in Parzival einen Helden und Hoffnungsträger in einer unruhigen Zeit. Bis heute ist der Stoff dieses Entwicklungsromans aktuell: Ein junger Mensch sucht nach einer eigenen Identität gegen das schwere Erbe einer Heldenidee, in der sich Männlichkeit und Religion zu einem gefährlichen Gemisch verbinden. Die niederländische Regisseurin Stephanie van Batum inszeniert „Parzival“ als Coming-of-Age-Geschichte und geht dabei den Traditionslinien von Heldenmythen nach, an deren Ende die heutigen Superhelden und -heldinnen Hollywoods stehen.

DIE BLENDUNG nach Elias Canetti
Feb 14 um 19:30 – 21:30
DIE BLENDUNG nach Elias Canetti @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: In einer Dramatisierung von Paulus Hochgatterer
Bücher beherrschen die Welt des verschrobenen Wissenschaftlers und „größten lebenden Sinologen“ Peter Kien. Für die Realität hat Kien keinen Sinn, vielmehr führt er ein skurriles Höhlenleben in seiner Bibliothek von 25.000 Werken. In seinem Kopf treten die gelehrten Schriften miteinander in Dialog. Echte Gespräche mit anderen Menschen versucht er hingegen zu vermeiden. Eines Tages beobachtet er, wie sorgsam seine Haushälterin Therese mit seinen Büchern umgeht, und er beschließt spontan, sie zu heiraten. Doch schon am ersten Abend der Ehe bringt Therese beim Versuch, Kien zu verführen, seine Ordnung mit einer Handbewegung durcheinander. Hat sie mit Absicht den Stapel Bücher von seinem Schlafdiwan gestoßen? Kiens totalitäres Gedankengebäude gerät ins Wanken und sein System beginnt ins Chaos zu stürzen.
Unter dem Eindruck des aufkommenden Nationalsozialismus schrieb Elias Canetti seinen einzigen Roman „Die Blendung“, für den er Jahrzehnte später, 1981, den Nobelpreis erhielt. Der empathielose Peter Kien, die habgierige Therese, ihr brutaler Geliebter Pfaff, der Betrüger Fischerle, sie alle können als Zeitgenoss*innen des gesellschaftlichen Umbruchs in den 1930er-Jahren interpretiert werden. Kiens Geschichte ist aber auch die des heutigen westlichen Kapitalismus, für den wir bereit sind, große Kompromisse einzugehen, um den zerstörerischen Status quo aufrechtzuerhalten.
Mit hoher Musikalität, den Mitteln der Groteske und dem einzigartigen Zusammenspiel von Schauspieler*innen und Puppen kreiert der vielfach ausgezeichnete Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan seine Theaterwelten. In seinen Inszenierungen beschäftigt er sich seit vielen Jahren künstlerisch mit der Zeitgeschichte Österreichs und mit totalitären Gesellschaftsstrukturen. Für die Dramatisierung von Canettis Roman konnte der renommierte Schriftsteller und Psychiater Paulus Hochgatterer gewonnen werden.

Feb
15
Mi
PARZIVAL nach Wolfram von Eschenbach
Feb 15 um 10:30 – 12:30
PARZIVAL nach Wolfram von Eschenbach @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: Was ist ein „echter Ritter“? Ein Kämpfer und Eroberer oder einer, der sich für Frieden und Mitmenschlichkeit einsetzt? Parzivals Mutter Herzeloide will ihn vor der kriegerischen Welt der Ritter bewahren, in der schon sein Vater umgekommen ist. Doch der junge Parzival will herausfinden, was es heißt, ein Ritter zu sein. Er begibt sich auf einen Road-Trip, um Abenteuer zu bestehen und erwachsen zu werden. Zunächst landet er als naiver „tumber Tor“ bei der verwahrlosten Tafelrunde von König Artus. Dort trifft er auf die ihm bislang unbekannte Generation seines Vaters. Enttäuscht von der an Artus’ Hof herrschenden Willkür, dem Karrieredenken und der Selbstsucht sucht er nach Alternativen. Findet er die „wahren Ritter“ in der christlichen Gralsgesellschaft mit ihren Utopien und hohen Idealen? Am Ende seiner Reise erkennt Parzival, dass er eigene Wertvorstellungen erlernen und Fehler machen muss, um seinen Platz in der Welt zu finden.
Vor rund 800 Jahren als umfangreiches Epos von Wolfram von Eschenbach geschrieben, war der Roman ein „Bestseller“, die Leser des Mittelalters sahen in Parzival einen Helden und Hoffnungsträger in einer unruhigen Zeit. Bis heute ist der Stoff dieses Entwicklungsromans aktuell: Ein junger Mensch sucht nach einer eigenen Identität gegen das schwere Erbe einer Heldenidee, in der sich Männlichkeit und Religion zu einem gefährlichen Gemisch verbinden. Die niederländische Regisseurin Stephanie van Batum inszeniert „Parzival“ als Coming-of-Age-Geschichte und geht dabei den Traditionslinien von Heldenmythen nach, an deren Ende die heutigen Superhelden und -heldinnen Hollywoods stehen.

DREI SCHWESTERN von Anton Tschechow
Feb 15 um 19:30 – 21:30
DREI SCHWESTERN von Anton Tschechow @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: Moskau! Moskau? Das ist gleichzeitig Geburts- und Sehnsuchtsort der drei Schwestern Olga, Mascha und Irina. Als Kinder sind sie mit ihrem Vater, einem Brigadekommandanten, und ihrem Bruder Andrej in eine kleine Garnisonsstadt gezogen. Nachdem der Vater verstorben ist, hält die Schwestern nichts mehr. Nur Andrej scheint in der ereignislosen Provinz glücklich zu sein. Er gilt als akademische Hoffnung und hat sich in Natascha, eine junge Frau aus der Umgebung, verliebt. Olga ist Lehrerin geworden und ist von ihren Schülerinnen genauso geplagt wie von ihren ständigen Kopfschmerzen. Mascha hingegen hat früh und enttäuschend geheiratet. Die jüngste Schwester Irina träumt davon, endlich etwas Sinnvolles zu tun. Die Schwestern hoffen auf ein besseres Leben, wenn sie nur endlich zurück nach Moskau zögen! So gleicht ihr Leben in der Provinz einem festen Provisorium. Statt zu handeln und Entscheidungen zu treffen, reden sie am liebsten von einer verheißungsvollen Zukunft oder von längst vergangenen Zeiten ihrer Kindheit in der Großstadt.
Tschechows Figuren sind Vertreter*innen einer bürgerlichen Elite, deren Privilegien und humanistische Bildung nirgendwo hinführen. Angesiedelt in einer Zeitenwende am Ende des Russischen Zarenreichs stecken sie zwischen den Epochen fest und verlieren sich zwischen Resignation und Revolution. Die aufstrebende ungarische Regisseurin Kriszta Székely, die als Hausregisseurin am renommierten Budapester Theater Katona József arbeitet, sucht die Parallelen zum Zustand unserer Gesellschaft: Woher nehmen wir heute die Kraft, auf große gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren? Sind Großstädte wie das historische Moskau, Paris oder London überhaupt noch „Sehnsuchtsorte“? Inwieweit sind wir genauso wie Tschechows Schwestern in unseren kleinen Leben gefangen, unfähig zu handeln und die Wirklichkeit zu ertragen?

Feb
16
Do
PARZIVAL nach Wolfram von Eschenbach
Feb 16 um 10:30 – 12:30
PARZIVAL nach Wolfram von Eschenbach @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: Was ist ein „echter Ritter“? Ein Kämpfer und Eroberer oder einer, der sich für Frieden und Mitmenschlichkeit einsetzt? Parzivals Mutter Herzeloide will ihn vor der kriegerischen Welt der Ritter bewahren, in der schon sein Vater umgekommen ist. Doch der junge Parzival will herausfinden, was es heißt, ein Ritter zu sein. Er begibt sich auf einen Road-Trip, um Abenteuer zu bestehen und erwachsen zu werden. Zunächst landet er als naiver „tumber Tor“ bei der verwahrlosten Tafelrunde von König Artus. Dort trifft er auf die ihm bislang unbekannte Generation seines Vaters. Enttäuscht von der an Artus’ Hof herrschenden Willkür, dem Karrieredenken und der Selbstsucht sucht er nach Alternativen. Findet er die „wahren Ritter“ in der christlichen Gralsgesellschaft mit ihren Utopien und hohen Idealen? Am Ende seiner Reise erkennt Parzival, dass er eigene Wertvorstellungen erlernen und Fehler machen muss, um seinen Platz in der Welt zu finden.
Vor rund 800 Jahren als umfangreiches Epos von Wolfram von Eschenbach geschrieben, war der Roman ein „Bestseller“, die Leser des Mittelalters sahen in Parzival einen Helden und Hoffnungsträger in einer unruhigen Zeit. Bis heute ist der Stoff dieses Entwicklungsromans aktuell: Ein junger Mensch sucht nach einer eigenen Identität gegen das schwere Erbe einer Heldenidee, in der sich Männlichkeit und Religion zu einem gefährlichen Gemisch verbinden. Die niederländische Regisseurin Stephanie van Batum inszeniert „Parzival“ als Coming-of-Age-Geschichte und geht dabei den Traditionslinien von Heldenmythen nach, an deren Ende die heutigen Superhelden und -heldinnen Hollywoods stehen.

Feb
17
Fr
I WANT TO GO HOME – Was geschah am 24. Februar 2022?
Feb 17 um 19:30 – 21:30
I WANT TO GO HOME - Was geschah am 24. Februar 2022? @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: Szenische Lesung von Texten ukrainischer Autor*innen
Als am 24. Februar der russische Präsident Vladimir Putin den bewaffneten Angriff auf den Donbass befahl, war das der Beginn eines zerstörerischen Krieges zwischen Russland und der benachbarten Ukraine. Für die Menschen in der Ukraine, die wie alle Europäer*innen, bis zu diesem Tag ein völlig normales, alltägliches Leben zwischen Arbeit, Familie und Urlaubsplanung führten, veränderte sich alles. Seit dem 24. Februar 2022 geht es für sie jeden Tag um Leben und Tod, um Entscheidungen, ob man vor den Bomben in Kellern oder in der U-Bahn Schutz sucht, ob man in der Heimat bleiben oder ins Ausland flüchten soll. Vielen bleibt keine Wahl, sie müssen innerhalb von wenigen Stunden ihr Hab und Gut, aber vor allem ihre Angehörigen zurücklassen. Die Frauen gehen ohne ihre Ehemänner, die für die Verteidigung ihres Landes plötzlich zu Soldaten werden.
In der Zeit um den Ausbruch des Krieges schlossen sich eine Reihe von ukrainischen Autoren und Autorinnen zusammen, um die aktuelle Situation zu dokumentieren. Zum Beispiel in Form eines Tagebuchs, das der Schriftsteller und Theaterleiter Pavlo Arie vom ersten Tag an verfasste, als „Wörterbuch der Gefühle“ wie das der Autorin Elena Astaseva oder als eindringlichen Monolog wie bei Natalia Bloks „Durch die Haut“, sie alle verarbeiten ihre Verzweiflung, ihre Trauer und Emotionen mit der Kraft ihrer Worte und der Macht ihrer Poesie. Der Plan, ein neues „Theater der Autor*innen“ in Kiew zu eröffnen, ließ sich aufgrund der Bombardierung nicht mehr verwirklichen. Die Theater mussten schließen. Gemeinsam mit der Autorin Natalia Vorozhbyt entstand die Idee, stattdessen die Türen des Landestheaters Niederösterreich für die Präsentation dieser außergewöhnlichen Texte zu öffnen.

Feb
18
Sa
DREI SCHWESTERN von Anton Tschechow
Feb 18 um 16:00 – 18:00
DREI SCHWESTERN von Anton Tschechow @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: Moskau! Moskau? Das ist gleichzeitig Geburts- und Sehnsuchtsort der drei Schwestern Olga, Mascha und Irina. Als Kinder sind sie mit ihrem Vater, einem Brigadekommandanten, und ihrem Bruder Andrej in eine kleine Garnisonsstadt gezogen. Nachdem der Vater verstorben ist, hält die Schwestern nichts mehr. Nur Andrej scheint in der ereignislosen Provinz glücklich zu sein. Er gilt als akademische Hoffnung und hat sich in Natascha, eine junge Frau aus der Umgebung, verliebt. Olga ist Lehrerin geworden und ist von ihren Schülerinnen genauso geplagt wie von ihren ständigen Kopfschmerzen. Mascha hingegen hat früh und enttäuschend geheiratet. Die jüngste Schwester Irina träumt davon, endlich etwas Sinnvolles zu tun. Die Schwestern hoffen auf ein besseres Leben, wenn sie nur endlich zurück nach Moskau zögen! So gleicht ihr Leben in der Provinz einem festen Provisorium. Statt zu handeln und Entscheidungen zu treffen, reden sie am liebsten von einer verheißungsvollen Zukunft oder von längst vergangenen Zeiten ihrer Kindheit in der Großstadt.
Tschechows Figuren sind Vertreter*innen einer bürgerlichen Elite, deren Privilegien und humanistische Bildung nirgendwo hinführen. Angesiedelt in einer Zeitenwende am Ende des Russischen Zarenreichs stecken sie zwischen den Epochen fest und verlieren sich zwischen Resignation und Revolution. Die aufstrebende ungarische Regisseurin Kriszta Székely, die als Hausregisseurin am renommierten Budapester Theater Katona József arbeitet, sucht die Parallelen zum Zustand unserer Gesellschaft: Woher nehmen wir heute die Kraft, auf große gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren? Sind Großstädte wie das historische Moskau, Paris oder London überhaupt noch „Sehnsuchtsorte“? Inwieweit sind wir genauso wie Tschechows Schwestern in unseren kleinen Leben gefangen, unfähig zu handeln und die Wirklichkeit zu ertragen?

Feb
22
Mi
PARZIVAL nach Wolfram von Eschenbach
Feb 22 um 10:30 – 12:30
PARZIVAL nach Wolfram von Eschenbach @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: Was ist ein „echter Ritter“? Ein Kämpfer und Eroberer oder einer, der sich für Frieden und Mitmenschlichkeit einsetzt? Parzivals Mutter Herzeloide will ihn vor der kriegerischen Welt der Ritter bewahren, in der schon sein Vater umgekommen ist. Doch der junge Parzival will herausfinden, was es heißt, ein Ritter zu sein. Er begibt sich auf einen Road-Trip, um Abenteuer zu bestehen und erwachsen zu werden. Zunächst landet er als naiver „tumber Tor“ bei der verwahrlosten Tafelrunde von König Artus. Dort trifft er auf die ihm bislang unbekannte Generation seines Vaters. Enttäuscht von der an Artus’ Hof herrschenden Willkür, dem Karrieredenken und der Selbstsucht sucht er nach Alternativen. Findet er die „wahren Ritter“ in der christlichen Gralsgesellschaft mit ihren Utopien und hohen Idealen? Am Ende seiner Reise erkennt Parzival, dass er eigene Wertvorstellungen erlernen und Fehler machen muss, um seinen Platz in der Welt zu finden.
Vor rund 800 Jahren als umfangreiches Epos von Wolfram von Eschenbach geschrieben, war der Roman ein „Bestseller“, die Leser des Mittelalters sahen in Parzival einen Helden und Hoffnungsträger in einer unruhigen Zeit. Bis heute ist der Stoff dieses Entwicklungsromans aktuell: Ein junger Mensch sucht nach einer eigenen Identität gegen das schwere Erbe einer Heldenidee, in der sich Männlichkeit und Religion zu einem gefährlichen Gemisch verbinden. Die niederländische Regisseurin Stephanie van Batum inszeniert „Parzival“ als Coming-of-Age-Geschichte und geht dabei den Traditionslinien von Heldenmythen nach, an deren Ende die heutigen Superhelden und -heldinnen Hollywoods stehen.

Feb
23
Do
PARZIVAL nach Wolfram von Eschenbach
Feb 23 um 10:30 – 12:30
PARZIVAL nach Wolfram von Eschenbach @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: Was ist ein „echter Ritter“? Ein Kämpfer und Eroberer oder einer, der sich für Frieden und Mitmenschlichkeit einsetzt? Parzivals Mutter Herzeloide will ihn vor der kriegerischen Welt der Ritter bewahren, in der schon sein Vater umgekommen ist. Doch der junge Parzival will herausfinden, was es heißt, ein Ritter zu sein. Er begibt sich auf einen Road-Trip, um Abenteuer zu bestehen und erwachsen zu werden. Zunächst landet er als naiver „tumber Tor“ bei der verwahrlosten Tafelrunde von König Artus. Dort trifft er auf die ihm bislang unbekannte Generation seines Vaters. Enttäuscht von der an Artus’ Hof herrschenden Willkür, dem Karrieredenken und der Selbstsucht sucht er nach Alternativen. Findet er die „wahren Ritter“ in der christlichen Gralsgesellschaft mit ihren Utopien und hohen Idealen? Am Ende seiner Reise erkennt Parzival, dass er eigene Wertvorstellungen erlernen und Fehler machen muss, um seinen Platz in der Welt zu finden.
Vor rund 800 Jahren als umfangreiches Epos von Wolfram von Eschenbach geschrieben, war der Roman ein „Bestseller“, die Leser des Mittelalters sahen in Parzival einen Helden und Hoffnungsträger in einer unruhigen Zeit. Bis heute ist der Stoff dieses Entwicklungsromans aktuell: Ein junger Mensch sucht nach einer eigenen Identität gegen das schwere Erbe einer Heldenidee, in der sich Männlichkeit und Religion zu einem gefährlichen Gemisch verbinden. Die niederländische Regisseurin Stephanie van Batum inszeniert „Parzival“ als Coming-of-Age-Geschichte und geht dabei den Traditionslinien von Heldenmythen nach, an deren Ende die heutigen Superhelden und -heldinnen Hollywoods stehen.

HEIDI nach Johanna Spyri
Feb 23 um 16:00 – 17:30
HEIDI nach Johanna Spyri @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: Das Waisenmädchen Heidi wächst zunächst bei ihrer Tante Dete auf. Als diese eine neue Arbeit annimmt, wird Heidi auf die Alm zu ihrem Großvater, dem einsiedlerischen Alm-Öhi, geschickt. Mit ihrer fröhlichen und lebenslustigen Art heitert sie in kurzer Zeit ihren wortkargen Großvater auf und hilft dem Ziegenhirten Peter bei seiner Arbeit mit den Tieren auf den hohen Bergwiesen. Hier oben genießt sie ein glückliches Leben in der Natur, frei und selbstbestimmt. Als jedoch Heidis Tante sie als Gesellschafterin für die im Rollstuhl sitzende Klara in die Stadt holt, ändert sich Heidis Leben schlagartig. Zwar befreunden sich die beiden unterschiedlichen Mädchen, doch die erdrückenden Regeln und Zwänge, überwacht von Klaras Gouvernante Fräulein Rottenmeier, vertragen sich nicht mit Heidis Freiheitsdrang. Schnell wird klar: Heidi kann nur in den Bergen glücklich werden. Sie darf endlich wieder nach Hause fahren, aber vor ihrer Abreise gelingt es ihr, Klara zu einem großen Abenteuer zu überreden …
Mit Johanna Spyris „Heidi“ widmet sich die Regisseurin Aslı Kışlal einem weltberühmten Kinderbuchklassiker, der seit mehr als 140 Jahren Kinder verschiedenster Generationen begeistert. Nach ihrer erfolgreichen Inszenierung von „Das kleine Gespenst“ in der vergangenen Spielzeit wird sie mit ihrer Neufassung von „Heidi“ die gewitzte wie nachdenkliche Geschichte über ein starkes Mädchen und ihre erkämpfte Freiheit, über Freundschaft und Konflikte sowie über nette und fiese Erwachsene mit viel Musik auf die Bühne bringen.

Feb
24
Fr
HEIDI nach Johanna Spyri
Feb 24 um 10:30 – 12:00
HEIDI nach Johanna Spyri @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: Das Waisenmädchen Heidi wächst zunächst bei ihrer Tante Dete auf. Als diese eine neue Arbeit annimmt, wird Heidi auf die Alm zu ihrem Großvater, dem einsiedlerischen Alm-Öhi, geschickt. Mit ihrer fröhlichen und lebenslustigen Art heitert sie in kurzer Zeit ihren wortkargen Großvater auf und hilft dem Ziegenhirten Peter bei seiner Arbeit mit den Tieren auf den hohen Bergwiesen. Hier oben genießt sie ein glückliches Leben in der Natur, frei und selbstbestimmt. Als jedoch Heidis Tante sie als Gesellschafterin für die im Rollstuhl sitzende Klara in die Stadt holt, ändert sich Heidis Leben schlagartig. Zwar befreunden sich die beiden unterschiedlichen Mädchen, doch die erdrückenden Regeln und Zwänge, überwacht von Klaras Gouvernante Fräulein Rottenmeier, vertragen sich nicht mit Heidis Freiheitsdrang. Schnell wird klar: Heidi kann nur in den Bergen glücklich werden. Sie darf endlich wieder nach Hause fahren, aber vor ihrer Abreise gelingt es ihr, Klara zu einem großen Abenteuer zu überreden …
Mit Johanna Spyris „Heidi“ widmet sich die Regisseurin Aslı Kışlal einem weltberühmten Kinderbuchklassiker, der seit mehr als 140 Jahren Kinder verschiedenster Generationen begeistert. Nach ihrer erfolgreichen Inszenierung von „Das kleine Gespenst“ in der vergangenen Spielzeit wird sie mit ihrer Neufassung von „Heidi“ die gewitzte wie nachdenkliche Geschichte über ein starkes Mädchen und ihre erkämpfte Freiheit, über Freundschaft und Konflikte sowie über nette und fiese Erwachsene mit viel Musik auf die Bühne bringen.

Mrz
1
Mi
F. ZAWREL – ERBBIOLOGISCH UND SOZIAL MINDERWERTIG von Nikolaus Habjan und Simon Meusburger
Mrz 1 um 19:30 – 21:30
F. ZAWREL – ERBBIOLOGISCH UND SOZIAL MINDERWERTIG von Nikolaus Habjan und Simon Meusburger @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: GASTSPIEL NIKOLAUS HABJAN
Der Vater ist Alkoholiker, die Mutter nicht fähig, die Familie zu ernähren. So wächst Friedrich Zawrel auf. Kinderjahre in Kaisermühlen, Delogierung, Heim, schließlich Spiegelgrund, jene „Kinderfachabteilung“ des Deutschen Reiches, in der Euthanasiemorde an kranken und behinderten Kindern stattgefunden haben. Vom Anstaltsarzt Dr. Gross wird Zawrel – als „erbbiologisch und sozial minderwertig“ eingestuft – gequält, doch er kann aus der Anstalt fliehen. Erst im Jahr 2000 kommt es nach vielen Bemühungen Zawrels zum Gerichtsverfahren, das wegen der angeblichen Demenz von Gross eingestellt wird. Er kann sich an nichts mehr erinnern. Auf ebenso packende wie berührende Weise arbeiten Nikolaus Habjan und Simon Meusburger in ihrem grandiosen Figurentheaterstück ein Stück österreichischer Geschichte auf. Die Inszenierung erhielt den Nestroypreis 2012 in der Kategorie Beste Off-Produktion.

Mrz
2
Do
F. ZAWREL – ERBBIOLOGISCH UND SOZIAL MINDERWERTIG von Nikolaus Habjan und Simon Meusburger
Mrz 2 um 10:30 – 12:30
F. ZAWREL – ERBBIOLOGISCH UND SOZIAL MINDERWERTIG von Nikolaus Habjan und Simon Meusburger @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: GASTSPIEL NIKOLAUS HABJAN
Der Vater ist Alkoholiker, die Mutter nicht fähig, die Familie zu ernähren. So wächst Friedrich Zawrel auf. Kinderjahre in Kaisermühlen, Delogierung, Heim, schließlich Spiegelgrund, jene „Kinderfachabteilung“ des Deutschen Reiches, in der Euthanasiemorde an kranken und behinderten Kindern stattgefunden haben. Vom Anstaltsarzt Dr. Gross wird Zawrel – als „erbbiologisch und sozial minderwertig“ eingestuft – gequält, doch er kann aus der Anstalt fliehen. Erst im Jahr 2000 kommt es nach vielen Bemühungen Zawrels zum Gerichtsverfahren, das wegen der angeblichen Demenz von Gross eingestellt wird. Er kann sich an nichts mehr erinnern. Auf ebenso packende wie berührende Weise arbeiten Nikolaus Habjan und Simon Meusburger in ihrem grandiosen Figurentheaterstück ein Stück österreichischer Geschichte auf. Die Inszenierung erhielt den Nestroypreis 2012 in der Kategorie Beste Off-Produktion.

DREI SCHWESTERN von Anton Tschechow
Mrz 2 um 19:30 – 21:30
DREI SCHWESTERN von Anton Tschechow @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: Moskau! Moskau? Das ist gleichzeitig Geburts- und Sehnsuchtsort der drei Schwestern Olga, Mascha und Irina. Als Kinder sind sie mit ihrem Vater, einem Brigadekommandanten, und ihrem Bruder Andrej in eine kleine Garnisonsstadt gezogen. Nachdem der Vater verstorben ist, hält die Schwestern nichts mehr. Nur Andrej scheint in der ereignislosen Provinz glücklich zu sein. Er gilt als akademische Hoffnung und hat sich in Natascha, eine junge Frau aus der Umgebung, verliebt. Olga ist Lehrerin geworden und ist von ihren Schülerinnen genauso geplagt wie von ihren ständigen Kopfschmerzen. Mascha hingegen hat früh und enttäuschend geheiratet. Die jüngste Schwester Irina träumt davon, endlich etwas Sinnvolles zu tun. Die Schwestern hoffen auf ein besseres Leben, wenn sie nur endlich zurück nach Moskau zögen! So gleicht ihr Leben in der Provinz einem festen Provisorium. Statt zu handeln und Entscheidungen zu treffen, reden sie am liebsten von einer verheißungsvollen Zukunft oder von längst vergangenen Zeiten ihrer Kindheit in der Großstadt.
Tschechows Figuren sind Vertreter*innen einer bürgerlichen Elite, deren Privilegien und humanistische Bildung nirgendwo hinführen. Angesiedelt in einer Zeitenwende am Ende des Russischen Zarenreichs stecken sie zwischen den Epochen fest und verlieren sich zwischen Resignation und Revolution. Die aufstrebende ungarische Regisseurin Kriszta Székely, die als Hausregisseurin am renommierten Budapester Theater Katona József arbeitet, sucht die Parallelen zum Zustand unserer Gesellschaft: Woher nehmen wir heute die Kraft, auf große gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren? Sind Großstädte wie das historische Moskau, Paris oder London überhaupt noch „Sehnsuchtsorte“? Inwieweit sind wir genauso wie Tschechows Schwestern in unseren kleinen Leben gefangen, unfähig zu handeln und die Wirklichkeit zu ertragen?

Mrz
7
Di
PARZIVAL nach Wolfram von Eschenbach
Mrz 7 um 18:00 – 20:00
PARZIVAL nach Wolfram von Eschenbach @ Landestheater NÖ

LANDESTHEATER NÖ: Was ist ein „echter Ritter“? Ein Kämpfer und Eroberer oder einer, der sich für Frieden und Mitmenschlichkeit einsetzt? Parzivals Mutter Herzeloide will ihn vor der kriegerischen Welt der Ritter bewahren, in der schon sein Vater umgekommen ist. Doch der junge Parzival will herausfinden, was es heißt, ein Ritter zu sein. Er begibt sich auf einen Road-Trip, um Abenteuer zu bestehen und erwachsen zu werden. Zunächst landet er als naiver „tumber Tor“ bei der verwahrlosten Tafelrunde von König Artus. Dort trifft er auf die ihm bislang unbekannte Generation seines Vaters. Enttäuscht von der an Artus’ Hof herrschenden Willkür, dem Karrieredenken und der Selbstsucht sucht er nach Alternativen. Findet er die „wahren Ritter“ in der christlichen Gralsgesellschaft mit ihren Utopien und hohen Idealen? Am Ende seiner Reise erkennt Parzival, dass er eigene Wertvorstellungen erlernen und Fehler machen muss, um seinen Platz in der Welt zu finden.
Vor rund 800 Jahren als umfangreiches Epos von Wolfram von Eschenbach geschrieben, war der Roman ein „Bestseller“, die Leser des Mittelalters sahen in Parzival einen Helden und Hoffnungsträger in einer unruhigen Zeit. Bis heute ist der Stoff dieses Entwicklungsromans aktuell: Ein junger Mensch sucht nach einer eigenen Identität gegen das schwere Erbe einer Heldenidee, in der sich Männlichkeit und Religion zu einem gefährlichen Gemisch verbinden. Die niederländische Regisseurin Stephanie van Batum inszeniert „Parzival“ als Coming-of-Age-Geschichte und geht dabei den Traditionslinien von Heldenmythen nach, an deren Ende die heutigen Superhelden und -heldinnen Hollywoods stehen.